Elbradweg Spindlermühle bis Usti n. L.

Im Juni 2007 sind wir zu zweit den Elbradweg in Tschechien gefahren. Am Mittwoch, den 20.06. 2007 sind wir frühmorgens in Duisburg mit dem Zug gestartet (Umsteigen jeweils in Dortmund, Leipzig, Dresden, Zittau, Liberec). Die Fahrkarten konnten wir vor der Abreise bis Zittau lösen. Die Fahrkarte von Zittau bis Liberec konnten wir im Zug lösen (besser mit Kronen, Euro wurden allerdings auch akzeptiert). Den Transport (2 Personen, 2 Räder) von Liberec nach Spindlermühle hat die Touristen-Info in Spindlermühle für uns organisiert (Preis: 65 Euro), sowie die Übernachtung im Hotel Lesana, 30 Euro Doppelzimmer, in Spindlermühle (beides konnte mit Euro bezahlt werden) Am Donnerstag, den 21. 06. 2007 Wanderung zur Elbquelle: Zunächst Geldwechsel bei der Post (guter Tarif). Mit Seilbahn auf den Medvedin, dann einfache Wanderung zur Elbquelle, Abstieg durchs Elbtal nach Spindlermühle; leider begann es auf dem Rückweg zu regnen; dieser ließ auch nicht nach als wir mit unseren Rädern nach Vrchlabi fuhren. Daher entschieden wir uns – obwohl wir eigentlich Zelten wollten – für eine Pension (Pension Kobr, 870 Kronen Doppelzimmer, einfach und sauber. 21,5 km Freitag, 22.06.2007 Von Vrchlabi aus über Hostinne nach Dvur Kralove; kurz vor Dvur Kralove unser erster und einziger „Platter“. Notdürftig geflickt ging es bis Dvur Kralove. Während wir uns zur Mittagszeit stärkten, wurde im Fahrradladen ein neuer Schlauch und Mantel montiert. Weiter ging es an den alten Kuranlagen von Kurks vorbei nach Jaromer. Von dort aus über die Garnisonsstadt Josefov über die Dörfer nach Hradec Kralove. Dort hatten wird den Campingplatz Stribrny Rybnik in Malsova Lhota zum Ziel genommen. Dort war es allerdings sehr laut und voll, da an diesem Wochenende ein großes Bikertreffen stattfand. Nach längerer Sucherei haben wir dann in Hradec Kralove in Pension Axa (Fricova 269, Tel 49-5273894, http:// sweb.cz/pensionaxa) übernachtet (Doppelzimmer 1200 Euro). 100 km Samstag 23.06.2007 Bei schönem Wetter bis zur Hussitenburg Kuneticka Hora, dort Pause mit schöner Aussicht eingelegt. Ab Brezany ging es über einen Feldweg. Es stellte sich heraus, dass die Befestigung einer unserer Radtaschen nicht richtig eingestellt war, und die Tasche auf dem Feldweg landete. Wir beschlossen in Anbetracht der heranziehenden Wolken dies erst bei der Mittagspause in Pardubice genauer unter die Lupe zu nehmen. Dies stellte sich als Fehler heraus. Einige hundert Meter weiter ging es über Baumwurzeln an einem Altarm der Elbe entlang. Schneller als wir gucken konnten war die Radtasche den Abhang hinunter und in den Altarm gepurzelt. Fast genau so schnell waren wir im Wasser und bekamen sie noch zu greifen. Wasserdichte Radtaschen sind nicht nur bei Regen von Vorteil! Sie schwimmen auch. Der Austausch des Teilchens zur Befestigung der Radtaschen wurde jetzt doch gleich anschließend durchgeführt. Dabei begleitete uns viel Gelächter, denn für die Angler am anderen Ufer war unsere Aktion eine willkommene Einlage. Aber auch wir selber mussten, da alles so glimpflich ausgegangen war, lachen. Nach dem Schrecken gab es eine ausgiebige Mittagspause auf dem wunderschönen Marktplatz von Pardubice mit Blick auf die sich „trauenden“ Hochzeitspaare vor dem Rathaus. An zwei Gestüten vorbei entschieden wir uns ab Tynec nad Labem zur Weiterfahrt zum Weltkulturerbe Kutna Hora; dort auf dem Camping Transit in Malin gezeltet und abends die schöne Altstadt besichtigt. 80 km Sonntag, 24.06.2007 Zurück zur Labe / Elbe bis Kolin; von dort bis zur Autobahn E 67 war der Weg eher eine Mountain-Bike-Wildnisstrecke (zusätzlich waren die Wege durch den Regen der letzten Tage aufgeweicht). Dafür waren die Radwege um Podebrady und bis Nymburg sehr gut. Dies erklärte auch die Gesellschaft von vielen Inline-Skatern. Dafür war der Weg bis zu unserem Tagesziel, dem Camping-Platz an einem See bei Ostra naturnah und ruhig. 60 km Montag, 25.06.2007 Mit dem Rad die knapp 4 km bis zum Bahnhof in Lysa nad Labem; von dort mit dem Zug nach Prag. Die Räder, die wir am Bahnhof geparkt hatten, sowie unser Zelt mit den Schlafsäcken etc. (auf dem Campingplatz) überstanden unseren Ruhetag unbeschadet. 10 km Dienstag, 26.06.2007 Diese Tagesetappe bleibt uns als die anstrengenste in Erinnerung, obwohl wir nur ca. 50 km gefahren sind. Besonders das Teilstück von Brandys nad Labem bis Melnik war wegen der Unebenheiten des Weges zum Abgewöhnen, und wir waren froh als wir Melnik endlich erreichten. (Autocamp Melnik; www.campmelnik.cz) 60 km Mittwoch, 27.06.2007 Von Melnik aus links entlang der Elbe über Racice (Ruderzentrum) und Roudnice nach Terezin; dort die Gedenkstätte Theresienstadt besichtigt. Hinter Litomerice noch ein Stückchen auf der Straße, dann auf sehr gut ausgebauten Radweg nach Usti nad Labem. Von dort fuhr gegen 2000 Uhr unser Zug zurück (Umsteigen in Dortmund und Düsseldorf) 74 km Auch wenn der Radweg nicht so gut ausgebaut ist, wie man es von anderen Strecken ( z. B. Donauradweg) kennt, hat uns die Tour , Land und Leute sehr gut gefallen. Die Karten im Radwanderführer aus dem Verlag Bruckmann (Christine und Jürgen Reimer „Elberadweg“) sind für den Überblick ganz gut, aber viel zu ungenau. Für die Tour sehr hilfreich sind die Radwanderkarten der Firma Shocart Nr. 104, 109, 111, 113, 114, 127 und 128. Erhältlich bei www.mapfox.de.

Bärbel