Radfahrt Dresden-Prag-Dresden am 16.6.2021

Liebe Freunde,

hier ein aktueller Reisebericht  von meiner Radfahrt Dresden-Prag-Dresden am 16.6.2021.

Grenze:

Keine Grenz-Kontrollen nachts auf der Straßen- und der Radwegseite bei Schmilka/Hrensko.

Masken:

Masken werden in Geschäften in Städten getragen auf dem Land eher selten bis nicht.

Brücken:

Die Fähre über die Elbe bei Luzec nad Vlatovou ist durch eine Füßgängerbrücke ersetzt. Dafür ist die Rohrbrücke jetzt umzäunt und nicht mehr nutzbar.

Die Brücke über den Moldaukanal bei Melnik ist wieder passiserbar.

Die eingestürzte Fußgängerbrücke in Praha-Troja ist durch eine neue erstzt.

Wegeführung:

Es gibt zwischen Roudnice und Melnik zwei neue sehr gute Radwegstrecken.

Von Melnik aus kann man sie eigentlich nicht verpassen. Es kommt auch bald eine Tafel mit aktuellem Plan . Man kann auch and der Elbe bleiben dann muss man aber um das Grundstücke der Schleusenanlage herum das Rad über eine Wiese schieben.

Von Roudnice kann man den neuen Radweg noch verpassen, denn die Landkarte in Dobrin ist noch nicht ausgetauscht und zeigt den alten Radwegverlauf. (siehe Foto im Anhang)

 

Viele Grüße

Thomas Reichstein

Dresden

Der Elberadweg von Spindlermühle bis Melnik ist mehrheitlich anspruchsvoll

Guten Tag Herr Bednar

Seit dem 28. September sind wir zurück in der Schweiz.
Ihr Reisebüro hat für uns die Reise durch Tschechien vom 9. bis 19. September organisiert. Und dies ganz toll. Die einzelnen Ortspläne zu den Unterkünften waren sehr hilfreich. Da Thomas Oreintierungsläufer ist, hat er diese zusätzlichen Karten sehr geschätzt.

Die Lage der Hotels in den Zentren fanden wir ausgezeichnet. So besuchten wir die Städte auch noch nach einem Tag auf dem Fahrrad.

Schon die Abholung in Liberec war sehr freundlich. Wir wurden mit Wasser und Sekt empfangen. Danke.

Spindlermühle hat uns gut gefallen.
Jaromer Die Lage in der Nähe der Festung haben wir geschätzt. Am Donnerstagmorgen haben in der Festung an einer Führung teilgenommen.
Pardubice Die Nähe zur Altstadt hat es uns ermöglicht auf einem Rundgang ein schönes Restaurant zu finden. Davon gab es Einige.
Kutna Hora: Der Weg dorthin über die Hauptstrasse war eher unangenehm. Wir empfanden die Autofahrer als mehrheitlich rücksichtslos. Thomas hat dann dank der Karte einen ruhigeren Weg (alles geteert) gefunden. Die Stadt ist toll und der „Abstecher“ hat sich gelohnt. Wir haben noch nach der Ankunft den Dom besucht und uns in der Stadt gut verpflegt.
Lysa: Die Pension liegt sehr gut und das Restaurant gerade daneben ist wunderbar renoviert und bietet eine überaus gute Küche. Die Ankunft ist unkompliziert und die Pensionswirte sehr toll. Am Sonntag hat uns der Pensionswirt zur Reparatur eines Speichenbruchs verholfen!!!! Super und ganz toll.
Melnik: Die Stadt hat uns gut gefallen. Dass wir dort in einem tollen Weinbaugebiet sind hat uns sehr gefreut.
Litomerice: Das Hotel liegt gut. An der Reception erhielten wir eine ganz tolle Empfehlung fürs Nachtessen. Restaurant Dobra Basta. Ohne diese Empfehlung  hätten wir dieses tolle Restaurant verpasst.
Decin: Ganz tolles Hotel an einer tollen Lage. Auch hier wurde uns eine Empfehlung für regionale Küche gegeben. Restaurant Fabrika. Es hat uns sehr gut gefallen.

Zusammenfassung: Der Elberadweg von Spindlermühle bis Melnik ist mehrheitlich anspruchsvoll. Besonders, wenn man das Gepäck selber mitnimmt. Viele Abschnitte sind unbefestigte Wege. Dank des trockenen Wetters konnten wir gut fahren, mussten jedoch stets sehr konzentriert sein. Ab Melnik ist es einfacher.
Zimmer: wir Schweizer sind die Unterscheidung von Doppel- und Zweibettzimmer nicht gewohnt und gehen immer von Doppelbetten aus. 🙂
Alles hat reibungslos funktioniert. Wir empfanden die Menschen überall als sehr freundlich, hilfsbereit und entgegenkommend. Ihre Organisation war toll und wir werden sie wenn immer möglich allen wärmstens empfehlen.

Nochmals ganz herzlichen Dank für ihre tolle Arbeit.

Herzliche Grüsse
Barbara und Thomas W., Schweiz

Nach knapp 800 km… einen ganz herzlichen Gruß in die CZ

Einen ganz herzlichen Gruß in die CZ.

Wir sind nun nach knapp 800 geradelten Kilometern wieder zu Hause und möchten uns von Herzen für die tolle Organisation bedanken. Es hat alles hervorragend geklappt.

Die Stadtführerin Jana hat uns die schönsten und beeindrucken Ecken von Prag gezeigt. Der Transfer zur Spindler Mühle, die Übernachtungen in den unterschiedlichsten Herbergen, einfach Klasse. Vielen Dank!!!

Der einzige Wermutstropfen unserer Reise: wir haben die Quelle NICHT persönlich sehen können. Die Seilbahn hat erst am folgenden Tag ihren Betrieb aufgenommen und alle Alternativen sind aus zeitgründen gescheitert.

Die wunderbare Natur in ihrem Land, die Sauberkeit und Freundlichkeit der Menschen hat uns sehr beeindruckt und wir werden viel zu erzählen haben.
Wir wünschen ihnen und ihren Mitarbeitern eine schöne und gesegnete Sommer-und Urlaubszeit.

Bleiben sie behütet

herzlich
die 3 Radfahrer aus Ostfriesland
M.P., Leer

DANK UND ANERKENNUNG HERRN KUCIREK FÜR SEINE GROSSHERZIGE HILFE

Am Sonntag, den 17.09.2017 nachmittags, waren meine Frau, ich und ein befreundetes Ehepaars unterwegs. Während eines Gewitters, auf dem Radweg, von Litomerice nach Decin, kurz nach Libochovany, genau an der Grenze zwischen den Bezirken Litomerice und Usti nad Labem ist unser Freund beim Absteigen vom Fahrrad ausgerutscht und so unglücklich gestürzt, daß er eine tiefe Wunde über dem Auge und 4 Rippen gebrochen hat. Wir mußten einen Krankenwagen anrufen, der uns auch gefunden hat. Hinter dem Krankenwagen bildete sich ein Stau.
Aus einem Auto kam Herr Kucirek auf uns zu und fragte, ob er uns helfen kann. Wir waren sehr froh, denn er konnte zwischen uns und den Polizisten (aus Litomerice und Usti nad Labem) dolmetschen.
Der Krankenwagen brachte unseren Freund und seine Frau in das Krankenhaus vom Litomerice. Meine Frau und ich standen nun alleine im Regen. Herr Kucirek hat lange gewartet bis die Polizisten alles erledigt hatten und dabei gedolmetscht. Dann ist Herr Kucirek nach Hause gefahren, hat seinen Lieferwagen geholt und uns mit allen 4 Rädern noch nach Litomerice in das Krankenhaus zu unseren Freunden gefahren (ca. 16km), wo er dann nochmals für die Polizisten dolmetschen mußte. Das alles hat ihn sehr sehr viel Zeit gekostet, den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein, er mußte ja auch wieder nach Hause fahren. Wir wollten ihm etwas bezahlen für seinen Zeitaufwand und seine Fahrtkosten, das hat er aber strikt abgelehnt.
Wir würden ihm nun über diesen Weg sehr gerne noch einmal unseren Dank und Anerkennung zeigen, denn wir waren so froh und erleichtert über seine spontane, großherzige und tatkräftige Hilfe und er hat auch ein öffentliches Lob für seine große Hilfsbereitschaft verdient.

/Kommentar der Reiseagentur Bednar: „Diese Nachricht wurde nach dem Wunsch Herrn Müllers übersetzt und in die regionale Zeitung „Ústecký deník“ zur Veröffentlichung geschickt.“/

Im „reifen“ Rentenalter, ich bin 76, kann man als Frau, auch allein diese Tour machen.

Wendlingen 6.07.17

Sehr geehrter Herr Bednar,
(Meine, bei Ihnen gebuchte Elberadtour 3.05 – 10.05.17)

Schon eine Weile bin ich von meiner Elbetour Spindlermühle – Magdeburg wohlbehalten zurück. Nun möchte ich mich ganz herzlich bei Ihnen für die Organisation meiner Tour in Tschechien bedanken. Die Unterkünfte waren alle O.K. Nur in der Pension in Hradec Králové wurde ich nicht erwartet. Nach ein wenig Durcheinander und Sprachproblemen, die Dame konnte kein Wort deutsch, bekam ich dann 3 Häuser weiter, in der Pension Pendo 7 ein schönes Zimmer.
Auch der Transfer zur Spindlermühle hat super geklappt. Ein dickes Lob an Herrn Touschek, er hat mich sicher zum Hotel gebracht und unterwegs vieles über die Strecke und das Land erzählt.
Die Elbequelle konnte ich leider nicht erwandern, weil noch zu viel Schnee lag, was ich mir schon dachte. Trotzdem hatte ich einen schönen Tag und bin bis zur „Moravská bouda“ gewandert. Das Wetter meinte es gut mit mir, Anfang Mai nicht unbedingt zu erwarten. Nur am 1. Radeltag (4. 05.) ein kurzes, heftiges Schauer, den ich wohlgeschützt unter einem Firmendach erlebte. Danach 10 Tage super Radelwetter.
Die Wege am 1. und 2. Tag sehr schlecht, Matsch und Schlamm, zum Teil nicht befahrbar. Dafür können Sie, Herr Bednar, nichts. Es lag wohl auch an der frühen Jahreszeit, im Sommer sind die Wege sicher besser. Die Ausschilderung des Weges, die 2 auf gelben Viereck, war gut und immer schon von weitem sichtbar.
Die Tour habe ich genossen, viele schöne Städte gesehen, Schlösser mit unzähligen Pfauen in den Parkanlagen und das in der Balzzeit, einfach herrlich. Habe die großen Auwälder durchquert und mich abends auf das köstliche dunkle tschechische Bier gefreut und die Knödel. Decin, meine letzte Station in Tschechien hat mir besonders gut gefallen. Das imposante Schloß mit dem 300 m langen Aufgang, schön. Da ich früh im Hotel war, das auch sehr gut war, wollte ich Sie, Herr Bednar, in der Agentur besuchen und mich persönlich bedanken. Trotz freundlicher Mithilfe der Einheimischen, war die Adresse – Hausnummer nicht zu finden – Schade.
Die Strecke ab der Grenze von Bad Schandau bis Magdeburg ist sehr schön, mit guten Radwegen. Die Basteibrücke im Elbsandsteingebirge sollte man unbedingt einplanen.
Ich habe den Ausblick von dort oben zur Elbe im Abendsonnenschein erlebt, einfach unvergesslich. Auch die Frauenkirche in Dresden ist einen Aufstieg zum Turm wert, mit herrlichem Rundblick. Ab Dresden kann man die Elbe beidseitig befahren.
Auf dem Weg Richtung Magdeburg war ich viel auf Deichwegen unterwegs, die sehr gut zu befahren sind. Lustig waren die Deichschafe die mir oft verwundert nachgeschaut haben.
Glücklich und zufrieden und voller schöner Eindrücke bin ich am 16. 05. 17 von Magdeburg mit einem durchgehenden Zug, ohne aufregendes Umsteigen mit Rad und Gepäck, unweit von Stuttgart im Schwabenländle wieder heil gelandet.
Im „reifen“ Rentenalter, ich bin 76, kann man als Frau, auch allein diese Tour machen.
Nochmals ein herzliches Danke schön für die Vorbereitung meiner Tour in Tschechien.
Mit freundlichen Grüßen nach Decin
Edith Illeson

(Der Brief, der per Post angekommen ist, wurde abgeschrieben.)

Überall wurde deutsch gesprochen…

Sehr geehrter Herr Bednar,
Sie hatten freundlicherweise bei meiner Fahrradtour durch die Tschechische Republik geholfen. Der Transfer von Zittau nach Spindleruv Mlyn und die Übernachtungen waren alle ok gewesen. Ich war überrascht, dass überall deutsch gesprochen wurde. Sogar junge Leute sprachen deutsch. Auch war die Landschaft entlang der Elbe sehr abwechslungsreich. Sie haben ein sehr schönes Land. Der Fahrradweg war sehr gut ausgeschildert und sehr gut befahrbar. Es gab nur drei kurze Strecken, wo man nicht radeln konnte.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in „Neue Jahr“.
Mit freundlichen Grüßen
Birgitt P.

Elberadwegtour August 2016

Zurück von unserer Elberadtour von der Quelle bis zur Mündung möchten wir nicht versäumen Herrn Bednar unser Lob auszusprechen. Die Anfahrt Děčín nach Špindlerův Mlyn sowie die Unterkünfte in Tschechien waren perfekt organisiert und entsprachen voll unseren Erwartungen.

Wir haben speziell die Tour durch das gastliche und kulturell interessante Tschechien sehr genossen. Hier haben wir unsere Eindrücke zusammen gefasst: http://felias-fogg.de/blog/?p=1116

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen

Bernhard und Andrea N.

Die Ausschilderung „Nr.2“ fast durchgehend sehr gut

Sehr geehrter Herr Bednar,
wir haben unsere Elbe Fahrradtour gestern in Dresden beendet. Ich möchte Ihnen noch mitteilen, dass alles sehr gut organisiert war. Der Transfer nach Spindlerův Myln hat gut geklappt und mit den Übernachtungen war auch alles gut. Die Hotels und Pensionen hatten Sie gut ausgewählt. Vielen Dank für Ihre Organisation unseres Urlaubes.
Der Radweg war streckenweise etwas anstrengend. Insbesondere im oberen Teil war der Radweg noch nicht so gut ausgebaut, dafür war die Ausschilderung „Nr.2“ fast durchgehend sehr gut.

Herzliche Grüße
Axel L.

Rückenwind aus Osten

Sehr geehrter Herr Bednar,
gestern sind wir von der bei Ihnen gebuchten Tour wohlbehalten zurückgekommen. Es war eine herrliche Tour bei schönstem Wetter und immer Rückenwind aus Osten. Die Tourenlänge mit etwa 50 km war genau richtig, wir konnten uns unterwegs die vielen schönen Städte und Sehenswürdigkeiten ausgiebig anschauen. Ihre ausgesuchten Hotels und Pensionen waren gut und wir wurden überall freundlich empfangen. Besonders das Hotel am ersten und am letzten Tag ist sehr zu empfehlen. Wir haben sehr viele positive Eindrücke von unserem Nachbarland gewonnen.
Auch der Fahrradtransfer vom Hauptbahnhof Dresden nach Spindlermühle hat hervorragend geklappt. Herr Touschek hat unsere vier Fahrräder sauber verstaut und uns sehr sicher nach Spindlermühle gebracht. Auch seine Informationen unterwegs waren sehr hilfreich.

Vielen Dank für Ihre gute Vorbereitung und den fairen Preis.

Mit freundlichen Grüßen nach Decin!
Andreas L.

Vom Riesengebirge zum Elbsandsteingebirge-der Weg ist unser Ziel

Die Elbe seitwärts

Vom Riesengebirge zum Elbsandsteingebirge- der Weg ist unser Ziel

Es ist schon bemerkenswert, wenn 5 Senioren einer Rudolstädter Doppelkopfrunde eine Elbradtour unternehmen. Umso mehr, da es sich bei diesem Vorhaben um den 380 km langen Abschnitt in Tschechien, von Spindlermühle (Spindleruv Mlýn) bis Bad Schandau handelt. Denn die Strecke bis Cuxhaven haben die 62- 75 jährigen Herren bereits kennengelernt. In diesem Fall nehmen wir gerne die Hilfe eines tschechischen Reiseveranstalters in Anspruch, der für die gewünschten Tagesstrecken zwischen 92 und 66 km die Quartiere und das Kartenmaterial bereitstellt.
Mit einem Kleinbus und Hänger reisen wir Mitte Juni in Spindlermühle an, um am nächsten Tag der Elbquelle (Pramen Labe) einen Besuch abzustatten. Dazu geht es vom Ort mit dem Sessellift hoch ins Böhmische Riesengebirge und auf einem gut begehbaren Kammweg, von dem wir auch die Schneekoppe sehen können, nochmal 6 km zur 1386 m hoch liegenden Elbquelle. Hin und zurück benötigen wir etwa 6 Stunden für diese sehr schöne und eindrucksvolle Wanderung.
Der nächste Morgen sieht uns zeitig mit unseren Rädern auf der regennassen Straße die malerisch, bewaldete Schlucht hinab ins Tal rollen. Der rauschende Gebirgsbach Labe (die tschechische Elbe) begleitet uns zunächst bis Vrchlabi (Hohenelbe), wo wir dann den Beginn der Radroute 2 finden. Fortan weist uns ein gelbes Schild mit einem Fahrrad und der Ziffer 2 den Weg. Auf Radwegen, Landstraßen, und unbefestigten Abschnitten kommen wir gut voran, müssen aber leider auch verkehrsreiche Straßen in Kauf nehmen.
Unvermittelt finden wir uns auf der Staumauer der Talsperre Les Kralovstvi (Talsperre Königreichwald) wieder, die uns mit ihrer imposanten Torbogenanlage und den Ziertürmen beeindruckt. Hier haben wir auch mit 45 km die Hälfte unserer Tagesstrecke erreicht. Vor unserem Zielort Hradec Králove (Königgrätz) radeln wir am Ufer unter einer Lindenallee in die Stadt. Nicht ganz 7 Stunden haben wir für die 92 km benötigt. Unsere Pension befindet sich direkt am Markt, zu der uns eine freundliche, ältere Dame mit Fahrrad hinbringt. Sofort fallen die schönen Häuserfassaden, die vielen Türme an der Kirche, der Kathedrale, am Rathaus und die Arkaden im Umkreis des Platzes ins Auge.
Am nächsten Tag ist die Strecke von 77 km geplant, aber es sollte anders kommen. Zuerst verfahren wir uns. Nach einer Rast im Schloßhof Pardubice (Pardubitz) kommen wir gut voran, sehen uns dann aber in der Stadt Prelouc (Prelauc) wieder, die wir links liegen lassen wollten. Die Elbe wendet sich jetzt mit einem scharfen Knick nach Westen. Wir passieren Dörfer, kleine sandige, Waldabschnitte und holpern über Feldwege. Dessen nicht genug führt uns ein tief ausgefahrener Wiesenpfad an einer Vielzahl belegter Angelstellen direkt an der Elbe vorbei. Hier wird unser ganzes Können beim ausbalancieren der Räder mit dem etwa 15 kg Reisegepäck verlangt. Das Rütteln und Schütteln hört erst kurz vor unserem Ziel Kolin (Kolin) auf. Plötzlich sind wir nur noch zu dritt! Dank Handy ist eine halbe Stunde später wieder alles im Lot. Die Nachzügler hatten ein Abzweigschild übersehen. Aber die Suche nach unserem Quartier kostet noch einmal Nerven. 92 km in 9,5 Stunden, so hatten wir uns diese Etappe nicht vorgestellt. Was aber in solchen Situationen wichtig ist, nach einem guten Abendessen und einem Bier konnten wir über diese Wirren schon wieder lachen, das gehört nun mal zu einer guten Truppe.
Auf den 69 km nach Brandýs nad Labem (Brandeis a. d. Elbe) tags darauf sind wir anfangs gezwungen die Regenkleidung anzulegen. Es ist aber dann ein überwiegend angenehmes Radeln am Elbufer mit abwechslungsreicher Architektur historischer Bauwerke. Motorboote, Ruderboote und sogar ein Drachenboot- Rennen beleben den Fluss. Gegen 16.00 Uhr kommen wir in unserem Hotel an.
Am nächsten Morgen begrüßte uns ein Sonntag, der für ruhige Straßen aber belebte Radwege sorgt. Zunächst geht es wieder am Elbufer entlang, an dem beiderseits Petrijünger hoffen in der träge dahin fließenden Elbe ihren Fang zu machen. Die Beschaffenheit des Weges ähnelt der des Vortages, aber heute fehlen irgendwie die gelben Radroutenschilder. An der St. Peter- und- Paul- Kirche in Melnik haben wir von einem Hügel einen schönen Blick auf den Zusammenfluss von Moldau und Elbe. War die Elbe bisher schon mit einer Vielzahl sehenswerter Brücken und Staustufen versehen, ab hier gewinnt das alles eine neue Dimension. Noch etwas änderte sich. Zu unserem asphaltierten Radweg am Ufer gesellen sich deutlich mehr Rastplätze, Infotafeln und das bunte, sonntägliche Treiben neben und auf der Elbe nimmt zu. Nach 80 km treffen wir in Litomerice (Leitmeritz) ein. Ein drittes Mal innerhalb der letzten Tage steigen wir zum Abendessen hinab in ein Kellerrestaurant und sind erneut von dem Gewölbe des Rathauskellers, und dem Speisenangebot angetan.
Die sehr schöne Fahrt in Ufernähe, bringt uns am kommenden Tag zunächst nach Ústi nad Labem (Aussig). Vom rechtsseitigen Elbufer haben wir einen schönen Blick zur Stadt und auf das hochgelegene Schlösschen Vetruse.
Weiter bis in die Stadt Decin (Tetschen). Auf dem Marktplatz können wir uns vor dem ersten Regenschauer des Tages noch in Sicherheit bringen. Der zweite erreicht uns auf dem Weg zur tschechisch- deutschen Grenze. So sehen wir dann nach 13 km in Regenkleidung die Ausläufer des Elbsandsteingebirges und die Grenze nahe Schöna. Nach einem Schnappschuss am Grenzpfosten folgt die Überfahrt mit der Fähre noch einmal auf die tschechische Seite und wir haben unser Ziel Hrensko (Herrnskretschen) erreicht. Die Stimmung an diesem letzten gemeinsamen Abend ist trotz des miesen Wetters gut, denn wir sind nach 405 km Radfahren unbeschadet und pannenfrei angekommen.
Es sind am nächsten Tag nur noch wenige Kilometer bis Bad Schandau. Damit nähern wir uns dem Ort, von dem am 13.06.2013, unmittelbar nach der großen Flut, unsere Tour seitwärts der 1094 km langen Elbe begann. Damals stand auf unseren T- Shirts „Elbradtour 2013- trotz alledem“.

Heinz J.